Subject: Re: LiDL

wallowing in memory of 2013 visits to LIDL with gabi blum when everything was so much cheaper preparing for the end of the world

na-en-de-na-en-de-na-wida:

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singing the song of the vegetarians by erich mühsam with the damenkapelle. this thursday this will occur once again to celebrate the opening of our LIDL popupstore in lab bielefeld. cut the red ribbon, hoist the flags and sing along:

the pineapple king is set to speak through me on the topic of our new branch accompanied by tagarian tremors:

Subject: Re: LIDL

On Sep 29, 2016, at 3:34 PM, Anna McCarthy wrote:

aren’t we all a little pre-putrescent ?
On Sep 29, 2016, at 4:00 PM, Andrew Gilbert wrote:

Found the key in a bowl of rice hidden in Andrew eldritches pvc crotch
New cabbage phones on offer at Lidl ! This week only, advert features an impaled
Leonardo do caprio
2 Lidl cabbage phones at foot of impaling shaft
Camera goes back to reveal the cabbages are eyes of the apocalypse beast. Mel
Gibson would be proud of these special effects he wears highlander deodorant from Lidl
(tm)

From: Anna McCarthy
Date: September 29, 2016 4:12:07 PM GMT+02:00
To: Andrew Gilbert
Subject: Re: LIDL
there is an oktoberfest in lidl’s all across finland going on right now.
you can get a polyester pink and green dirndl, cheap as chips.
if you are lucky you can get raped (by leo and mel?) in the aisles and defecate in the
cereal boxes
i bet mel stinks really bad
a bit like a cabbage phone i suppose
keep it away from your nose
what does a pvc crotch smell like ?

to be continued….

6. Oktober, sau kalt + weiter arbeiten

6. OKTOBER sau kalt & es befiehlt weitermachen

fullsizerender
keeponwalking
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endlich 1 zustimmungsfähiges

nachtrag 5.10./mittwoch/gestern in der lieblings bar in münchen: die FB –Vortrag (Ghost Album reihe) Pico Be erzählt dem Publikum über Gefahren im Paradies und Generalstreik. https://www.discogs.com/de/General-Strike-Danger-In-Paradise/master/10943

genral strike
text im bild enthält den die folgenden wichtigen und richtigen stellen: – “… a bit of a joke, but it isn´t: laughter is encouraged, but it´s serious …” – “… enough time is lost on biography and bibliography.” und dann, als ich schon nicht mehr damit gerechnet habe, noch ein geschäftchen zu später stunde
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“Die Kisten sind da !” * * (quelle: http://www.imovies.cc/movies/30838)

ich lese gerade diesen text über den 3. Oktober in Leibzig

ich lese gerade diesen text über den 3. Oktober in Leibzig “Am echten 3. Oktober 1990 war vielen nicht zum Feiern zumute, sie mussten sich gegen Nazi-Attacken rüsten. Faschos hatten angekündigt, Connewitz zu stürmen, die Stö sollte brennen. (…) Der Autor Sascha Lange erinnert an diesen Tag. Lesen Sie hier den Beitrag »Raketen und Leuchtspurgeschosse« von Sascha Lange aus dem kreuzer 10-2015 – wie gedruckt, ganz oldschool als pdf: Raketen und Leuchtspurgeschosse               

 

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Mit Aquarell, Gouache und Tusche hat Hedwig Eberle einen Zyklus großformatiger Papierarbeiten geschaffen, auf denen sich die lichthelle Farbe, ohne Glas gerahmt, in aller Unmittelbarkeit zeigt. Offen fließt oder steht sie auf den Papieren, ebenso zart wie heftig wird sie auf- oder ausgestrichen, gebündelt oder zerstreut. Im Gegensatz zur Frontalität ihrer ungegenständlichen »Kopf«-Bilder sind diese Arbeiten von allen Seiten her gemalt, so dass sie sich fast schon topografisch ausbreiten.
Um diese immense Ausdehnung beieinander zu halten, sind die Bildkanten wie mit einem Rahmen ausdrücklich durch einen freigelassenen weißen Rand betont. Die expansive Farbigkeit ist freigestellt und gleichsam umso stärker in ihrer bildlichen Einheit gefasst. Zudem bestehen die Bildfelder nicht aus einem Stück, sondern setzen sich aus mehreren, aneinander geklebten Einzelblättern zusammen. Das flüssige Aquarell läuft in die Zwischenräume und setzt sich in den Fugen ab, worauf sich das Papier wölbt und nach dem Trocknen eine rasterförmige Struktur ausbildet.
Durch dieses Raster erhalten die Papierarbeiten eine unterschwellige geometrische Ordnung, die dem aufbrausenden Rausch der Farbe zugrunde liegt wie das Notationssystem mit seinen Höhen und Tiefen, Zäsuren und Intervallen der Musik. Hedwig Eberle vereint diesen ordnenden Halt mit ihren gestischen Ausbrüchen. Ruhe und Bewegung fallen in eins. Das straffe Lineargerüst und der lockere Gestus steigern sich wechselseitig, denn »Struktur ohne Leben ist tot, aber Leben ohne Struktur ist nicht wahrzunehmen«, wie John Cage treffend bemerkte. Die Bildgeometrie gibt gewissermaßen den tragenden Takt, durch den hindurch sich die Farbklänge erst entfalten können.
Die Farbzüge als Gegenpol des rationalen Rasters sind darüber hinaus menschliche Gesten, die sich als Spuren der Hand oder als immaterielle Empfindungen und Erfahrungen der ungegenständlichen Bildordnung einschreiben. Bisweilen sind es sogar ganz buchstäbliche Körperfragmente, die an Fotografien aus Magazinen oder Zeitschriften erinnern könnten. Körper in den unterschiedlichsten Situationen und Posen.
Jetzt aber aus einem durch und durch ornamentalen Gefühl für die Linie gedacht, die die Erscheinung in sich aufgenommen hat und sich selbst beschreibt. Es mag Kleider geben, Schultern, Arme, doch die Linien werden sofort unabhängig, verselbständigen sich. Die Neigung eines Knies oder einer Hüfte geht auf in der rhythmischen Bewegung der zeichenhaften Strichbänder. So dass die Bilder fortwährend zwischen Ordnung und Aufruhr, Gegenständlichem und Ungestalten balancieren.
Wohin dies führen mag, ist heute keineswegs entschieden oder abgeschlossen. Was Hedwig Eberle stattdessen offenbar macht, ist der Prozess des Ringens um Farbe und Form, um die eigene Malerei. In aller Offenheut ist jede ihrer Gesten eine suchende, eine versuchende.

Christian Malycha

Agitator 2.0

  • Künstler: Beate Engl
  • Titel: Agitator 2.0
  • Jahr: 2014
  • Maße: 120 x 90 x 240 cm, Projektionsgröße variabel je nach Abstand
  • Material: Holz, Plexiglas, gestanztes Kunststoffband, Aluminium, Edelstahl,
    Tageslichtprojektor, Metallstativ, Spieluhr
  • Beschreibung: Licht-Audio-Skulptur mit manueller Steuerung von Ton und Projektion;
    Beschriftung des Notenbands: „Die Realität unseres Programms sind die lebenden Menschen“ (nach einem Plakat von Gustav Klucis)

 

  • Projektion im schnellen Vorlauf:

 

  • Notation:
Notenblatt
Agitator 2.0 Notenblatt

 

  • Sequencer-Oberfläche:

 

  • Reflektion des Apparats  (Zitatsammlung):
    Die Seele des Apparates ist die Verfügung. Der Apparat ist ein Automat: innen ist ein Räderwerk von Verfügungen, oben wirft man bescheidentlich ein Gesuch hinein, und unten fällt etwas heraus: in der Regel eine Dummheit. Kurt Tucholsky: Der Apparat ⁄ In den Produktionsprozess des Kapitals aufgenommen, durchläuft das Arbeitsmittel aber verschiedene Metamorphosen, deren letzte die Maschine ist oder vielmehr ein automatisches System der Maschinerie (System der Maschinerie; das automatische ist nur die vollendetste adäquateste Form derselben und verwandelt die Maschinerie erst in ein System), in Bewegung gesetzt durch einen Automaten, bewegende Kraft, die sich selbst bewegt; dieser Automat, bestehend aus zahlreichen mechanischen und intellektuellen Organen, so dass die Arbeiter selbst nur als bewusste Glieder desselben bestimmt sind. Karl Marx: Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie ⁄ Mann der Arbeit aufgewacht und erkenne deine Macht. Alle Raeder stehen still, wenn dein starker Arm es will. Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein ⁄ Nicht wie beim Instrument, das der Arbeiter als Organ mit seinem eignen Geschick und Tätigkeit beseelt und dessen Handhabung daher von seiner Virtuosität abhängt. Sondern die Maschine, die für den Arbeiter Geschick und Kraft besitzt, ist selbst der Virtuose, die ihre eigne Seele besitzt in den in ihr wirkenden mechanischen Gesetzen und zu ihrer beständigen Selbstbewegung. Karl Marx: Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie ⁄ Freilich dreht das Rad sich immer weiter, dass was oben ist nicht oben bleibt. Aber für das Wasser unten heißt das leider nur, dass es das Rad halt ewig treibt. Bertolt Brecht: Ballade vom Wasserrad ⁄ I said that the nature of an apparatus is essentially strategic, which means that we are speaking about a certain manipulation of relations of forces, of a rational and concrete intervention in the relations of forces, either so as to develop them in a particular direction, or to block them, stabilize them, and to utilize them. Michel Foucault: Interview 1977 ⁄ a. It is a heterogeneous set that includes virtually anything, linguistic and non linguistic. under the same heading: discourses, institutions, buildings, laws, police measures, philosophical propositions, and so on. The apparatus itself is the network that is established between these elements. b. The apparatus always has a concrete strategic function and is always located in a power relation. c. As such, it appears at the intersection of power relations and relations of knowledge. Giorgio Agamben: What is an apparatus? ⁄ On the one hand there was the military use as an apparatus for besieging, conquering or defending cities, in other words as a war machine, while on the other hand it was also used as a comprehensive term for the machinery of the theater. This bifurcation into the fields of war and theater, however, does not imply a separation into the material and the immaterial meaning along the boundaries of these two fields. In both cases of application the term both holds the technical meaning of apparatuses, frames, devices as well as the psychosocial meaning of trick, artifice, deception. This ambiguity is most adequately transported in English by the word “invention” (from Latin invenio meaning “to find, to come upon”): the machine is an invention, an invented device, and it is an “invention” as an invented story, as a deception, as a machination. Gerald Raunig: A thousand machines ⁄ Erfüllen wir den Plan der großen Arbeiten! Gustav Klucis: Plakatentwurf ⁄ Das Befremden des Darstellers vor der Apparatur (…) ist von Haus aus von der gleichen Art wie das Befremden des Menschen vor seiner Erscheinung im Spiegel. Nun aber ist das Spiegelbild von ihm ablösbar, es ist transportabel geworden. Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit ⁄ The ideological mechanism at work in the cinema seems thus to be concentrated in the relationship between the camera and the subject. The question is whether the former will permit the latter to constitute and seize itself in a particular mode of specular reflection. Ultimately, the forms of narrative adopted, the “contents” of the image, are of little importance so long as an identification remains possible. What emerges here (in outline) is the specific function fulfilled by the cinema as support and instrument of ideology. It constitutes the “subject” by the illusory delimitation of a central location – whether this be that of a god or of any other substitute. It is an apparatus destined to obtain a precise ideological effect, necessary to the dominant ideology: creating a phantasmatization of the subject, it collaborates with a marked efficacy in the maintenance of idealism. Jean-Louis Baudry: Ideological Effect of the Basic ⁄ Im Filmatelier ist die Apparatur derart tief in die Wirklichkeit eingedrungen, daß deren reiner, vom Fremdkörper der Apparatur freier Aspekt das Ergebnis einer besonderen Prozedur, nämlich der Aufnahme durch den eigens eingestellten photographischen Apparat und ihrer Montierung mit anderen Aufnahmen von der gleichen Art ist. Der apparatfreie Aspekt der Realität ist hier zu ihrem künstlichsten geworden und der Anblick der unmittelbaren Wirklichkeit zur blauen Blume im Land der Technik. Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit ⁄ Nieder mit der Kunst, lang lebe die Technik. Alexander Rodtschenko und Warwara Stepanowa: Produktivistenmanifest ⁄ Nieder mit der Kunst. Es lebe die Agitreklame! Gustav Klucis, Entwurf eines Propagandastands ⁄ Devo broaden their critique of 1960s rock’n’roll to include US corporate capitalism, recognizing the covert function of rock within consumer society as a propaganda tool for the myth of individualism: “What do you think rock and roll is in America…besides Propaganda for Corporate Capitalist Life? Most rock musicians, they’re no more than clerks or auto mechanics, you know…(…) The system is totally geared toward profit, obviously. The artist is usually a willing victim because he’s a middle-class shit himself.” in: Dan Graham: Rock/Music Writings ⁄ Die Realität unseres Programms sind die lebenden Menschen! Gustav Klucis: Plakatentwurf
Agitator 2.0, Ausstellungsansicht Badischer Kunstverein 2014
Agitator 2.0, Ausstellungsansicht Badischer Kunstverein 2014